Erfolg trotz einer Serie von Hindernissen

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Teilnehmen dürfen an den World Masters nur Paare aus der Rock´n´Roll Nationalmannschaft und da soll natürlich alles so glatt wie möglich laufen, um die Erfolgschancen zu maximieren.

Also, sammeln wir doch mal in Gedanken, auf was man auf dem Weg zu einem Turnier gut verzichten könnte – und was trotzdem passiert:
Auf dem Weg zum Flughafen stellt man bei einem Griff in die Tasche („nur zur Sicherheit“) fest, dass man Geld und Papiere vergessen hat. Bei internationalen Flügen ist das durchaus ein Hindernis. Also umdrehen und hoffen.
Das klappt, aber dann – beim Warten auf den Flug in Frankfurt – wird der Flug abgesagt. Der nächste geht 5 Stunden später, nachts um 10.
Ok, dann wird es etwas später, Hauptsache das klappt zum Turnier.

Beim Kofferabholen auf dem Boden des italienischen Gastgeberlandes scheint der wichtigste Schritt getan, wenn – ja wenn da zwei und nicht nur ein Koffer angekommen wären.
Tinas Koffer mit allen Trikots und Schuhen… bleibt verschwunden. Nach einer Nacht in Bologna musste sich Tina dann auf dem Weg nach Rimini in einem Einkaufszentrum mit manchem versorgen, das sie gerne aus dem Koffer geholt hätte, der – welche Hoffnung – vielleicht am Turniersonntag in Bologna (!) ankommen könnte.
Tina schreibt: „Mit geliehenem Trikot, viel zu großen Schuhen und vollkommen übermüdet sind wir am Samstagmittag noch rechtzeitig in das bevorstehende Turnier gestartet.
Nach der Vorrunde Fußtechnik und Vorrunde Akrobatik, die wir in den geliehenen Sachen recht solide absolviert haben, standen wir auf Platz 21, einen Platz hinter dem 20 Paare starke Viertelfinale.“

Aber Lukas und Tina gaben in der anstehenden Hoffnungsrunde alles und konnten so doch noch ins Viertelfinale einziehen.

Zwischenfazit: Schlaf, eigene Schuhe, und Trikots werden weithin überschätzt.

In den K.O.-Runden des Viertelfinales entscheidet dann das Losglück, welchen „Gegner“ man zugelost bekommt. Nur das jeweilige Siegerpaar schafft es ins begehrte Halbfinale.
In ihrer Runde wurden die beiden dann lautstark und tatkräftig vom restlichen Nationalteam und einigen deutschen Fans angefeuert.
Mit 2:4 unterlagen sie knapp dem schweizerischen Paar. Als Endergebnis stand da jedoch ein sehr guter 14. Platz (von 39. gestarteten Paare) bei diesen World Masters, derselbe Rang, den sie bei den internationalen World Dance Sport Games in Taiwan im letzten Jahr erreichen konnten.

Gewonnen haben Olga Sbitneva und Ivan Youdin aus Russland, wie ich vermute problemlos angereist, gut ausgeschlafen und in ihren eigenen Schuhen und Trikots.

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Lukas und Tina bei den World Masters 2014 in Rimini